3.300 Kilometer mit dem Rad rund um Deutschland – ein Rekord für einen guten Zweck!

Mitte August fuhr Bernhard Steinberger sein „Race Around Germany“:

In sechs Tagen, 23 Stunden und 36 Minuten rund 3.300 Kilometer und über 21.000 Höhenmeter, nonstop mit dem Rad rund um Deutschland. Er stellte einen persönlichen Rekord und einen neuen Strecken-Rekord beim RAG auf. Dabei unterstützte Steinberger die Hochwasser-Geschädigten: Pro gefahrenem Kilometer wurde ein Spendenbetrag überwiesen.

10. August 2021: Cham im Bayrischen Wald, kurz vor dem Start, beim Kappenberger Sportzentrum. Bevor er das erste Mal in die Pedale tritt, geht Bernhard Steinberger nochmal in sich – und mobilisierte all seine Kräfte. Die nächsten Tage wird es nur um ihn, den Extrem-Radler aus Pösing in der Oberpfalz, die Strecke und seine Räder gehen.

Einmal nonstop rund um ganz Deutschland möchte der Extrem-Sportler fahren – und dabei den alten Strecken-Rekord unterbieten.

Tatkräftige Unterstützung erhält Bernhard durch ein siebenköpfiges Supporter-Team, das im „Pace Car“ für Navigation, Verpflegung, Streckenplanung und für Motivation zuständig ist, auch Familie und Freunde unterstützen ihn.

Sechs Tage, 23 Stunden und 36 Minuten später rollt Bernhard Steinberger ins Ziel, mit ihm sein Team.

Der alte Streckenrekord ist pulverisiert: Bernhard war über 14 Stunden schneller!

„Ich bin glücklich, stolz und dankbar für all die Erlebnisse während und auch schon vor dem Rennen“, sagte Steinberger im Ziel.

Seine erste Länderumrundung absolvierte er bereits 2009:

Das „Race Around Slovenia“ mit 1.189 Kilometern finishte Bernhard in 45 Stunden und 47 Minuten. Es folgten eine ganze Reihe weitere Ultra-Rennen:

2010 das „Race Around Austria“,
2011 und 2017 die „Tortour“ in der Schweiz, Rund um die Schweiz
2013 und 2015 das „Race Around Ireland“
2018 das „Race Around Denmark“.

 
Steinbergers längste Nonstop-Strecke bis dato war 2.209 km lang.

Das „Race Around Germany“ toppte jedoch alles: Nicht nur die Strecke, sondern auch die Widrigkeiten bei der Planung eines Rennens dieser Klasse. Bereits im Vorfeld stieß Steinberger auf so einige Stolpersteine, die ihn zurückwerfen hätten können: Zuerst traten Probleme mit dem Material auf, dann konnte kein passendes zweites Begleitfahrzeug gefunden werden, und einige Team-Mitglieder mussten absagen.

Wie bereits beim „Race Around Denmark“ 2018 musste Steinberger auf ihm noch nicht bekannte Supporter zurückgreifen; erst einen Tag vor dem Rennen lernte er sein Team komplett kennen, das aus ganz Deutschland kam, auch seine Schwester unterstützte ihn tatkräftig. Im Rennen hatte Steinberger neben Anstiegen und Abfahrten auch mit mentalen Einbrüchen zu kämpfen:

„Irgendwann wird der Kopf leer…“

erinnerte sich Bernhard. Vor allem im Norden vermisste er die Hügel und Berge seiner bayerischen Heimat. Im letzten Drittel verschlechterte sich dann das Wetter, und der Regen machte der Psyche zu schaffen. Bernhard: „Gerade nachts, wenn es kalt ist, kurz bevor die Sonne aufgeht, kommt es auf mentale Stärke an.“

Auf der Strecke hielten Steinberger nicht nur häufige Baustellen, sondern auch die teils schlechten Straßenverhältnisse und das hohe Verkehrsaufkommen auf. Sein Team, das ihn in zwei Schichten rund um die Uhr begleitete, hielten ihn mit Sprüchen, Motivation und lauter Rockmusik bei Laune. Auch über Radfahrer, die ihn ein Stück begleiteten, freute sich der Extrem-Sportler sehr.

Und auch das Glück war auf Steinbergers Seite:

Die beiden Fähren bei Glückstadt und Blexen fuhren genau zum richtigen Zeitpunkt, sodass kaum Zeit verloren ging und Bernhard während der Überfahrt bestens versorgt werden konnte. Im Ziel war Bernhard begeistert: „Eine Wahnsinnsleistung, ein Strecken-Rekord, ein super Supporter-Team und viele Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

Nach über 12 Jahren im Ultracycling, auch Extremradsport genant, konnte er viele Erfolge und Titel verbuchen: Zuletzt den Vize-Europameisterschafts-Titel 2020 in Italien.

„Das Race Around Germany 2021 war ein echter Höhepunkt meiner Sport-Karriere“, sagt Steinberger. „Ich danke auch meinen Sponsoren und Partnern, die mir das Rennen ermöglichten.“

Steinbergers „Race around Germany 2021“ war auch ein Benefiz-Rennen für den guten Zweck, mit einer Spenden-Aktion zugunsten von Flut- / Hochwassergeschädigten. Schon allein deshalb wollte Bernhard das Rennen auf jeden Fall beenden. Es wurden 2.737 Euro durch Firmen und Privatpersonen gespendet und sein Sportverein ASV Cham stockte diesen Betrag auf 3.000 Euro auf.

Die 3.300 Kilometer lange Strecke führte grenznah mit über 21.000 Höhenmetern rund um Deutschland:

Hier einige Städte, die durchfahren wurden:

Start in Cham – Passau – Rosenheim – Holzkirchen – Freiburg/Breisgau – Pirmasens – Kevelaer – Rheine- Glückstadt – Flensburg- Kiel – Lübeck – Wismar – Rostock – Stralsund – Greifswald -Neubrandenburg – Frankfurt/Oder – Görlitz – Bautzen – Dresden – Chemnitz – Plauen – Oberviechtach – Ziel in Cham

Weitere Infos über Bernhard Steinberger, auf seiner Homepage:
www.bernhard-steinberger.de

 
Oder auf seiner Sportler-Facebook-Seite:
https://www.facebook.com/SPORTLERausLEIDENSCHAFT

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