Willst du ein
schnellerer Läufer werden?

Dann solltest du vielleicht öfter mal ein paar hochintensive Intervalle auf deinem Rad absolvieren. Radintervalle können nämlich deine Lauf-Performance verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die im Journal of Strenght and Conditioning veröffentlicht wurde.

US-Sportwissenschaftler haben eine Gruppe von Läufern sechs Wochen lang ein kurzes HIIT-Programm machen lassen. Die Probanden absolvierten sechs 10s-Sprints (all-out) mit Ruheintervallen zwischen 30 und 80 Sekunden. parallel dazu haben alle Probanden ihr normales Lauftraining weiter durchgezogen, während die Läufer der Kontrollgruppe lediglich ihr Laufprogramm absolvierten.

Nach nur 6 HIIT-Einheiten verteilt auf 14 Tage konnten alle Probanden ihre 3km-Zeiten gegenüber den Athleten der Kontrollgruppe signifikant verbessern. Dabei haben sich diejenigen Athleten am meisten verbessert, welche die kürzesten Pausenzeiten zwischen den Sprints hatten.

Ganz überraschend ist das Ergebnis sicher nicht: Offensichtlich kann jede Form von Intervalltraining einen positiven Effekt auf die aerobe Leistungsfähigkeit haben. Selbst wenn während hochintensiven Belastungen primär das anaerobe Energiesystem für die Energiebereitstellung herangezogen wird.

Auch wenn erfahrene Ausdauersportler bereits einen gut ausgebildeten aeroben Stoffwechsel hätten, würden sie von HIIT-Einheiten profitieren, so die Studienleiter. Denn Ausdauerleistungen im Wettkampf würden nie ausschließlich im aeroben Bereich erbracht. Triathleten sollten daher auch ihre anaerobe Kapazität trainieren, wenn sie ihre Leistung im Rennen verbessern wollten.

Ein wesentlicher Vorteil von Radintervallen liegt zudem darin, dass beim Radfahren im Gegensatz zum Laufen kein Impact auf dem Bewegungsapparat lastet. Der Bewegungsapparat wird beim Radfahren deutlich weniger belastet als bei Laufintervallen.

Ein weiterer Punkt bei kurzen HIIT-Einheiten: Obwohl die Intensität während der Intervalle relativ hoch ist, ist die Gesamtbelastung von der sich der Körper erholen muss, relativ gering.


Hier ist ein kurzes aber effizientes HIIT-Programm für dein Training:

30min Einrollen GA1 (GA1 = ca. 56-75% der FTP)

2x8min 20s Anaerobe Kapazität und 40s Rekom im Wechsel mit 8min Serienpause (Anaerobe Kapazität = 121-150% der FTP / Rekom <55% der FTP)

30min Ausrollen GA1

Dabei treten für kurze Belastungsspitzen zwar sehr hohe Belastungsspitzen auf, aber die Gesamtzeit an intensiver Belastung beträgt gerade einmal 2:40min von denen sich der Körper relativ schnell wieder erholen sollte.

Viel Spaß beim Schwitzen!

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Jörg Birkel lebt und arbeitet seit 2013 auf Mallorca und bietet dort ganzjährig Sportreisen und Trainingslager an. Zuvor hat er an der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert und mit einem Diplom als Sportwissenschaftler abgeschlossen. Im Anschluss an sein Studium hat sich Jörg als Sportjournalist selbstständig gemacht und über Trainings- und Ernährungsthemen geschrieben. Von 2003 bis 2009 war der passionierte Radfahrer und Fachbuchautor als Dozent an der Deutschen Sporthochschule tätig. Weitere Informationen unter: www.jorge-sports.com

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