Ganz wichtig ist eine Trinkflasche, für längere Touren auch zwei. Für kürzere Touren ist Wasser völlig ausreichend. Ein kleiner Geheimtipp ist Salz (1 Gramm pro Liter reicht schon), denn Salz sorgt dafür den Wasserhaushalt des Körpers zu regulieren. Bei intensiveren oder längeren Touren ist ein kohlenhydrathaltiger Getränkezusatz ratsam, da flüssige Kohlenhydrate schnell verfügbar sind. Ein einfacher Tipp ist hier Apfel- oder Orangensaft mit stillem, natriumreichem Wasser im Verhältnis 1 zu 2 zu mischen. Ansonsten gibt es zahlreiche Sportgetränkehersteller und noch mehr Produkte zum Einmischen ins Wasser, deren Inhaltsstoffe sich meist ähneln, nur die Zusammensetzung ist eine andere. Hier hilft nur probieren, denn es sollte schmecken und gut verträglich sein. Ich selbst habe bei längeren Ausfahrten immer eine Trinkflasche mit Wasser und eine Trinkflasche mit „flüssiger Energie“ dabei. 

Für die Trinkflasche gibt es verschiedene Trinkflaschenhalter, in verschiedene Formen, Farben und Materialien, selbst aus Carbon. In der Regel werden diese mit zwei Schrauben in die bereits vorhandenen Bohrungen am Rahmen geschraubt. Bei einigen sehr kleinen Rahmen, kann es vorkommen, dass man das Problem hat, die Trinkflasche nicht nach oben herauszuziehen zu können. Hierfür gibt es Flaschenhalter mit einer seitlichen Entnahme, bspw. von Canyon, Specialized und Syncros. Zudem gibt es auch Trinkflaschensysteme mit Magnethalterung oder verschiedene Systeme zum Einklicken oder Einhängen, aber hier sollte man sich genau anschauen, ob die Handhabung einem liegt. 

Die Trinkflasche sollte nicht zu locker und nicht zu fest im Flaschenhalter sitzen, damit sie nicht klappert oder die Gefahr besteht, dass du sie bei Kopfsteinpflaster verlierst, sich aber dennoch leicht entnehmen lassen. 

Ich kaufe nur noch BPA-freie Trinkflaschen, also Trinkflaschen ohne den Weichmacher Bisphenol A und achte darauf, dass sie geschmacksneutral sind. Gute Erfahrungen habe ich mit der Camelbak Podium gemacht und Trinkflaschen aus Zuckerrohr. 

Es gibt auch Thermoflaschen, isolierte Trinkflaschen, die im Winter dafür sorgen sollen, dass das Wasser nicht einfriert und im Sommer, dass das Wasser kühl bleibt. Tests haben allerdings gezeigt, dass der Effekt sich eher für den Winter bewährt.

Wenn die Tour mal nicht so lang ist oder genügend Wasserauffüll-Stopps vorhanden sind und dir eine Wasserflasche reicht, kannst du auch den zweiten Flaschenhalter für eine Werkzeugflasche nutzen. Darin lassen sich prima ein Ersatzschlauch, eine Minipumpe, Reifenheber und ein Werkzeugtool verstauen.

Erstausstattung beim Rennradfahren

Damit sind wir auch schon bei den Dingen, die du neben einer Wasserflasche unbedingt unterwegs dabeihaben solltest. Ob du diese nun in einer Werkzeugflasche, deiner Trikottasche oder eine Satteltasche unterbringst, bleibt natürlich dir überlassen. 

Ersatzschlauch, Reifenheber und Minipumpe oder CO2-Kartuschenpumpe sind zwingend notwendig, wenn du nicht wegen einer Reifenpanne deine Tour abbrechen möchtest. Vor allem Frauen haben hier meist erste Berührungsängste, aber ein Schlauchwechsel ist gar nicht so schwer wie es im ersten Moment erscheint, nur Mut, trau dich. Wenn du Tubelessreifen hast, solltest du ein Tubeless-Reparaturset dabeihaben.

Ansonsten habe ich auch immer meinen Rennradcomputer, mein Handy, etwas Geld, meine Krankenkassenkarte, meinen Haustür- und Wohnungsschlüssel, ggf. etwas Proviant und ein Multitool dabei. Und je nach Wetterverhältnis oder Länge der Tour sind eine Windweste oder Regenjacke ratsam.

Der Rennradcomputer, ich nutze ein Gerät von Garmin, misst während einer Aktivität u.a. Zeit, Temperatur, Geschwindigkeit (Durchschnittsgeschwindigkeit, maximale Geschwindigkeit), Höhenmeter und Herzfrequenz, wenn das Rennrad entsprechend ausgerüstet ist auch Trittfrequenz und Wattzahl, berechnet den Kalorienverbrauch und zeichnet die Route per GPS auf. Ich lade meine Aktivitäten dann immer einmal hoch zu Garmin Connect und dann noch zu Strava. In beiden Apps besteht die Möglichkeit die Daten detailliert auszuwerten und die eigene Leistung mit anderen Mitgliedern zu vergleichen. Des Weiteren kann ich meine geplanten Touren, hierfür nutze ich die App Komoot, auf meinen Garmin laden und dieser navigiert mich dann, wie man es von einem Autonavi kennt, durch die Tour oder an ein bestimmtes Ziel. Du kannst natürlich auch ohne Radcomputer fahren, Fahrten lassen sich auch mit dem Handy aufzeichnen und auch navigieren ist mit dem Handy möglich, aber wer den Rennradsport etwas intensiver und/oder ernsthafter betreibt, wird um diese Anschaffung nicht herumkommen.

Ich bin Saskia, wohne in Berlin und habe mich bei den Hamburg Cyclassics 2018 mit dem Rennradfieber infiziert, ein ziemlicher Rookie also. Seitdem gibt es für mich nichts Schöneres als mit dem Rennrad die Welt zu erkunden, über den Asphalt zu fliegen und gleichzeitig die Natur um mich herum aufzusaugen und so Energie für den Alltag zu tanken. Ich besitze mittlerweile zwei Rennräder, ein Kuota Kobalt für meine Genusstouren und ein Rose Xeon RS für Zwift und den Arbeitsweg.