“Hölle des Nordens”, als Ausdruck der Folgen des ersten Weltkrieges oder “Königin der Klassiker” – Paris-Roubaix hat viele Namen. Auch wenn seit 40 Jahren der Startschuss ein gutes Stück nördlich von Paris fällt – das Wesen dieses Rennens, die mörderischen Kopfsteinpassagen haben sich in den 113 bisherigen Austragungen kaum verändert.

Spätestens seit diesem Jahr, in dem mit John Degenkolb erst das zweite Mal ein Deutscher dieses über 250km lange Ausscheidungsfahren gewinnen konnte, genießt dieses Monument des Radsports hierzulande wohl noch mehr Bekanntheit als vorher. Dabei ist jedes Jahr aufs Neue auch die Wahl des richtigen Materials für den Erfolg mitentscheidend. Die Profi-Teams verwenden hier spezielle, zum Teil extra für dieses Rennen entwickelte Komponenten, um so für möglichst wenige Pannen und den Komfort der Fahrer zu sorgen. Trotzdem sind zahlreiche Defekte an der Tagesordnung.

Möchte “Jedermann” auch mal große Radsportluft schnuppern, hat man zahlreiche Möglichkeiten. Der Veranstalter des Profirennens bietet die Möglichkeit zur Selbsterfahrung auf 70, 140 und 160km (http://www.sport.be/parisroubaix/2015/en/). Bei der längsten Variante kommt man in den Genuß aller Pavé Passagen auf der Original Strecke der Profis – man “spart” sich allerdings die 100km lange Anfahrt bis zum ersten Sektor. Wem das zu wenig ist, kann jedes Jahr im Juni mit dem “Vélo Club de Roubaix Cylotourisme” ca. 210km der Originalstrecke abfahren (http://www.vc-roubaix-cyclo.fr/site/). Für das komplette Erlebnis muß man derzeit den Weg leider entweder alleine finden, oder einen Platz in einem der teilnehmenden Profi Teams ergattern.

Während man bei der letzten Variante das Materialthema beruhigt in die Hände des Teams abgeben kann und im Zweifel innerhalb von wenigen Minuten für Ersatz gesorgt ist, muß man sich als normaler Mensch damit selbst auseinander setzen. Eine bei den Profis regelmäßig zu beobachtende Alternative zum Rennrad ist ein Cyclocrosser mit angepasster Bereifung. Dieser Gedanke findet sich bei den Jungs von Bombtrack aus Köln wieder, die dazu das HOOK auf den Markt gebracht haben. Dieser Cyclocrosser nutzt die Vorteile eines robusten und dennoch komfortablen Stahlrahmens als Herz und kombiniert diese mit modernsten Komponenten. Stahlrahmen erfreuen sich in den letzten Jahren in der Szene wieder einer steigenden Beliebtheit. Beispiel Tom Ritchey, der sowohl im Road- als auch Offroad-Bereich seit Jahren Stahlrahmen zur Verfügung stellt (z.B. das SwissCross).

Die recht junge Marke Bombtrack tritt mit viel Szene Credebility am Markt auf und setzt auf eine Reihe meist jugendlicher BMX Rider. Einziger Europäer ist der Amsterdamer Stefan “Fish” Vis ein Mann, der sich völlig dem Radsport verschrieben hat und der gerne extreme Wege geht. Von Haus aus Fixed-Gear-Fahrer und Mitglied im Team “Cinelli Chrome” findet er im HOOK die perfekte Symbiose aus Straßenrad, Geländegängigkeit, Sportlichkeit und Komfort. So absolvierte er im letzen Jahr erfolgreich die Bike Transalp mit diesem Rad und die diesjährige 163km Ausgabe der Paris-Roubaix Jedermann Ausgabe (siehe Video).

Es gibt nicht oft wirklich Neues auf dem Fahrradmarkt. Technische Weiterentwicklungen und Verbesserungen, aber Revolutionen sind beim Rahmen nicht mehr zu erwarten. Dafür gibt es interessante Trends und wir von ilovecycling.de finden den Trend zu einem Bike für alles ziemlich gut. Ein Cyclocrosser hat, insbesondere in der Scheibenbremsvariante das Potential dazu. Mit der entsprechenden Bereifung und Übersetzung hat er das Zeug dazu, das perfekte Chamäleon aus Rennrad und Mountainbike zu werden.

Linksammlung

Paris-Roubaix:

http://www.letour.fr/paris-roubaix/

https://de.wikipedia.org/wiki/Paris–Roubaix

Infos zum Bike:

http://bombtrack.com bzw: http://bombtrack.com/bikes/hook/

Stefan Vis & seine Touren:

http://fastxfishy.com