Die Diversifizierung in der Fahrradlandschaft hat auch vor dem Sportsegment nicht haltgemacht. Dort, wo es noch vor zehn Jahren „Rennrad ODER Mountainbike“ hieß, tummeln sich heute zahlreiche Zwischenformen, die mal mehr, mal weniger Geländegängigkeit bieten. Der Begriff Crossrad sorgt dabei für etwas Verwirrung, denn so bezeichnet man zum einen ein geländetaugliches Rennrad für die Sportart Cyclocross (bzw. Querfeldein oder Radquer, wird behandelt in der Typenkunde Rennrad), mit stabilerem Rahmen, breiteren Reifen und Felgenbremsen.

Zum anderen steht der Begriff für die Crossover-Kategorie aus den zwei ziemlich unterschiedlichen Fahrradtypen Rennrad und Mountainbike. Allen in dieser Kategorie geführten Rädern ist sportlicher Freizeitnutzen ohne allzu große Rücksicht auf praktische Erwägungen gemein, was nicht ausschließt, dass sich manche Crossräder alltagstauglich nachrüsten lassen. Hier verschmilzt auch schon mal die Grenze zum Trekkingrad. Dabei kommt es jedoch auf den Einzelfall an – etwa darauf, ob der Hersteller seinem Modell Gewindeösen für Schutzbleche oder einen Gepäckträger gegönnt hat. Um diese Gattung geht es hier.

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1. Flatbar-Rennrad/Fitnessbike

Das Trend-Rad der Saison 2002 nannte sich Fitnessbike. Oft als reiner Marketing-Schachzug geschmäht, wendet sich dieser Radtyp an Fahrer, die ausschließlich auf Asphaltwegen unterwegs sind, denen ein richtiges Rennrad jedoch zu sportlich ist. Fitnessbikes weisen eine gerade Lenkstange auf („Flatbar“), die Rahmengeometrie entspricht ansonsten der eines Rennrades, bis hin zum minimalen Reifendurchlauf, der Pneus bis maximal 28 mm Breite ermöglicht und die Montage vollwertiger Schutzbleche verhindert – alles nicht sehr praktisch. Im Massengeschäft sind Flatbar-Räder weitgehend aus den Sortimenten verschwunden; das Konzept überlebt jedoch in den umfassenden Paletten größerer Rennradhersteller (z. B. Focus „Arriba“, in vier Ausstattungen ab 499 Euro, www.focus-bikes.de).

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2. Crossrad

Im Grenzbereich zwischen Trekkingrad und Mountainbike hält sich das Crossrad auf. Mit ersterem hat es die 28-Zoll-Laufräder sowie diverse Gewindeösen zum Nachrüsten von Schutzblechen und Gepäckträger gemein, von letzterem entlehnt es Brems- und Schaltkomponenten, wobei die Kettenblätter gemeinhin etwas größer ausfallen (eher auf Tempo als auf Bergtauglichkeit ausgelegt). Die Bereifung ist meist auf gemäßigtes Gelände optimiert (z. B. Schwalbe Racing Ralph in 28 Zoll oder Marathon Cross,www.schwalbe.de), der Federweg an der Gabel liegt bei Trekking-typischen 60 mm. Ein sehr sportlicher Vertreter dieser Gattung, mit Scheibenbremsen und Federgabel, ist das Hercules „Icona Pro“ für 999 Euro (www.hercules-bikes.de).

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3. Speedbike

Eher für den Einsatz in der Stadt konzipiert ist die Untergattung Speedbike, deren Vertreter allerdings höchst unterschiedlich aussehen können. Ein Beispiel: das Koga „Supermetro“ (1.099 Euro, www.koga.com), das mit maximal reduzierter Technik und in dezentem Mattschwarz zu haben ist. Agile Geometrie, minimale Federung, etwas breitere, aber sportlich-schnelle Reifen weisen das Rad als Straßenmaschine aus. Auf Wunsch ist es auch mit Schutzblechen und Beleuchtung erhältlich.

Bildnachweise: [´www.focus-bikes.com | pd-f´] [´www.hercules-bikes.de | pd-f´]
[´www.pd-f.de / koga.com´] [´www.felt.de / | pd-f´]