Die Saison 2014 ist zwar bereits weit fortgeschritten und die wohlverdiente Saisonpause bereits in Sicht. Allerdings gilt: „Nach der Saison, ist vor der Saison“. Die Vorbereitungen für das Radsportjahr 2015 sind somit auch nicht mehr weit weg und die ersten Trainingskilometer werden von vielen Rennfahrern schon im November absolviert. 

Die winterlichen Straßen und das nasskalte Wetter stellen besondere Anforderungen an Fahrer und Material. Um möglichst defektfrei durch das Training zu kommen, steht ein möglichst pannensicherer Reifen ganz oben auf der Prioritätenliste, weil ein platter oder aufgeschlitzter Reifen sicherlich das Letzte ist, was man bei unangenehmen Wetterbedingungen gebrauchen kann. 
Der Markt für Rennradreifen ist in den letzten Jahren sehr gewachsen und die Auswahl ist sehr groß. An dieser Stelle habe ich einen Dauertest gewagt und das 2014er Reifenmodell Schwalbe Durano Plus über fast eine komplette Saison hinweg im Trainings- und teilweise im Rennbetrieb getestet.

Das Hauptmerkmal des Durano Plus ist sein Smartguard Pannenschutzgürtel, der sich bereits im Trekkingbereich seit Jahren bewährt hat. Bei diesem Smartguard handelt es sich laut der Firma Schwalbe um eine 5mm dicke Lage aus hochelastischem Spezialkautschuk, die dauerhaften Schutz auch bei eingefahrenen Gegenständen bieten soll (www.schwalbe.com). 
Eine negative Seite des Pannenschutzgürtels ist jedoch eine Gewichtssteigerung gegenüber anderen Reifen. Für das 2015er Modell hat Schwalbe ein neues Profil für den Durano Plus entwickelt. Das neue Profil weißt vor allem an den Seiten im Übergang zur Reifenflanke neue Perforierungen auf, die den Kurvenhalt verbessern sollen (siehe Foto am Ende des Berichts).

NUN ZUM EIGENTLICHEN TEST

Der Durano Plus als Faltreifen (Modell 2014) wurde im Februar 2014 in der 23mm breiten Ausführung montiert und immer mit einem Reifendruck zwischen 7 und 8 Bar gefahren. Das Hauptaugenmerk des Tests lag auf der Pannensicherheit und der Haltbarkeit des Reifens. 
Die ersten Eindrücke vom Durano waren nicht die besten, da er sich schwer auf die Laufräder montieren ließ. Die Ursache dafür war der Smartguard und die Steifigkeit, welche die meisten neuen Faltreifen haben, wenn sie frisch aus der Verpackung kommen. Jedoch saß der Reifen sehr gut im Felgenbett und lief gleich rund. Die ersten Fahreindrücke waren gut und der Reifen lieferte eine ausreichende Rückmeldung über den Straßenbelag. Selbst tiefe Schlaglöcher verursachten keine Durchschläge oder übermäßigen Verschleiß am Reifen und das Abrollverhalten war trotz des Smartguards sehr gut. Ebenso war die Pannensicherheit hervorragend. Die Reifen fuhren 9.000 km OHNE Defekt, obwohl kleine im Profil eingefahrene Steinchen oder Glassplitter nicht entfernt wurden. Somit erfolgt der Test unter „erschwerten“ Bedingungen. Allerdings ist der Reifen nicht „unplattbar“ wie die Firma Schwalbe suggeriert. Dies mag aber auch auf die nicht entfernten Fremdkörper im Profil zurückzuführen sein, die sich dann unter kontinuierlicher Trainingsbelastung auch durch den Smartguard durchgedrückt haben.

FAZIT

Trotzdem bleibt nichts anderes übrig als ein positives Fazit zu ziehen, da der Durano Plus auch im Rennbetrieb eine gute Figur gemacht hat und eine pannenfreie Performance beim Arlberg Giro und beim Ötztaler Radmarathon abgeliefert hat. Der von uns getestete Reifen hatte nach dem Test eine Laufleistung von knapp 11.000 km und das Profil hätte sicherlich noch mehr Kilometer vertragen können. Die Pannensicherheit des Smartguards ist jedoch nur gewährleistet, wenn man das Profil regelmäßig von Fremdkörpern befreit.

Der Schwalbe Durano Plus ist ein sehr zuverlässiger Trainingsbegleiter und sorgt für einen sorgenfreien Ablauf des Trainings, weil er Defekte fast komplett verhindert und die Hände somit im Winter in den warmen Handschuhen bleiben können.

MODELL 2015

Schwalbe-Durano-Plus-2015

Durano Plus (Modell 2015) mit neuem dynamischem Profil. Der SmartGuard-Gürtel ist nicht ganz so stark wie beim Marathon Plus, trotzdem wird für Rennradreifen ein einmaliges Schutzniveau erreicht.