CycloCross-Rennen mit geländetauglichen Rennrädern erfahren großen Zulauf und sind ein interessanter Einstieg in den Radsport. Die familiäre Atmosphäre und der Spaßfaktor der Events sprechen Bike-Fans vieler Ausprägungen an. Wir fassen aktuelle Entwicklungen im Cross-Bereich zusammen.
Bunt, schrill, anders
Wer beim 1. Vienna Rad Cross am 22. Oktober 2016 in die Pedale stieg, begab sich auf einen CycloCross-Kurs der besonderen Art. Das Querfeldein-Rennen führte im hindernisreichen Rundkurs über 1,2 Kilometer und war offen für jedermann. Gefahren wurde in Zweierteams; wer keinen Partner hatte, bekam einen zugelost. Kostümierungen waren ausdrücklich erwünscht und brachten Zeitgutschriften. Sportliche Erfolge waren für das Gros der Teilnehmer sekundär, der Spaß stand im Vordergrund. Abseits von Radsportlizenzen können sich Neueinsteiger bei derartigen Events problemlos im sportlichen Vergleich messen – ohne dabei Angst haben zu müssen, aus dem Rennen genommen oder ausgepfiffen zu werden.


Cyclocross eröffnet neue Dimensionen
Kein Wunder also, dass das Cyclocross-Rad im Herbst und Winter mehr und mehr als Sportgerät genutzt wird, um abseits der Straßen Spaß zu haben. Dank breiterer Reifen, sicherer Scheibenbremsen und komfortabler Geometrien hat diese Spielart des Rennrads Nutzungsformen zurückerobert, die jahrzehntelang von Trekking-Rad und Mountainbikedominiert wurden. Das ungefederte Geländerad mit 32 bis 35 Millimeter Reifenbreite (bei UCI-Wettkämpfen sind jedoch nur maximal 33 Millimeter Reifenbreite erlaubt) erfordert anfangs mehr Fingerspitzengefühl und schult so Rad- wie Körperbeherrschung.

Zudem ist die Verletzungsgefahr beim Crossen nicht sonderlich hoch, wie die Hobby-Radsportlerin Mareen Werner vom Vertrieb Sport Import hervorhebt. „Vom Cross-Rad stürzt man langsam und fällt weich“, schmunzelt sie. „Auf der Straße und beim MTB sieht das wegen der hohen Geschwindigkeiten und der anspruchsvolleren Pisten ganz schnell anders aus.“
Scheibenbremsen beeinflussen Entwicklung
Die Fahrsicherheit im Cross-Sport hat enorm von den Scheibenbremsen profitiert. Diese werden inzwischen beinahe flächendeckend eingesetzt. Ihre Vorteile: Zum einen verzögern sie viel stärker als die klassischen Felgenstopper, andererseits sind sie unempfindlich gegen Verschmutzung. „Für Einsteiger sind Scheibenbremsen deshalb eine gute Wahl“, weiß Géraldine Bergeron vom Komponentenhersteller Sram. „Der nächste große Schritt ist die Kombination von hydraulischer Scheibenbremse und unserer kabellosen eTap-Schaltung, die seit dieser Saison erstmals im Cross gefahren wird.“


Richtiger Schutz gegen Kälte und Wetter
Um beim Wintertraining oder Cross-Rennen gegen Kälte und Witterung gewappnet zu sein, bedarf es auch passender Bekleidung. Als Isolationsschicht eignen sich leichte Kunstfaserjacken oder wärmende Trikots mit Wollanteil. Dünne, wasserabweisende Jacken (z. B. „Tremalzo“ von Vaude) bieten sich als Wind- und Wetterschutz an. Durch die Nutzung von Arm- und Beinlingen können Biker schnell auf verschiedene Witterungen reagieren. Durch ihr kleines Packmaß können die Produkte unkompliziert in der Trikottasche verstaut werden. Bei der Wahl der Handschuhe muss der Fahrer darauf achten, dass sich Schalt- und Bremshebel gut bedienen lassen.

Die hohe Strahlkraft und wachsende Beliebtheit des Cyclocross-Rades wirkt sich zudem auf die technische Entwicklung im Rennradbereich aus. Mit den sogenannten Gravel Bikes kommt eine neue Gattung auf den Markt, die auch gerne von Alltagspendlern oder auf Reisen und Touren genutzt wird. „Ähnlich wie Cyclocrosser ermöglichen Gravel Racer durch breitere Reifen die Nutzung des Rennrades abseits der Straße“, so Ralph Moorman von Van Nicholas über das neue Bike-Segment.

Bildnachweise: © [´www.vaude.com | pd-f´] [´www.pd-f.de / Wiener Fahrradschau / Carlos Fernandez Laser´] [´www.felt.de / | pd-f´] [´www.sram.com | pd-f´] [´www.sram.com | pd-f | Sean Robinson´] [´www.pd-f.de / Paul Masukowitz´] [´www.vannicholas.com | pd-f´]
































Hi,
das Crossen ist defintiv auf dem Vormarsch. Ich habe in diesem Jahr an meinen ersten beiden Crossrennen teilgenommen. Allerdings bin ich hier mit dem Mountainbike gestartet und es hat eine Menge Spaß gemacht, auch wenn das Rennen technisch, als auch konditionell sehr fordernd war.