Im frühsommerlichen Mai packen die Deutschen wieder ihre Fahrradtaschen, pumpen die Reifen auf und schwingen sich für große und kleine Urlaubsabenteuer in den Fahrradsattel. Deutschland ist ein Land der Fahrradurlauber, wie aktuelle Zahlen vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) belegen. 

Die Deutschen lieben den Urlaub im Fahrradsattel. Laut ADFC unternehmen jedes Jahr rund fünf Millionen Bundesbürger eine Radreise mit mindestens einer Übernachtung. Insgesamt hat schon jeder fünfte Bundesbürger mindestens eine mehrtägige Radreise unternommen.

Besonders hoch im Kurs stehen für Radurlauber die Reiseziele im Inland, allen voran der Elberadweg, der in einer Umfrage des ADFC gerade zum zehnten Mal in Folge zum populärsten Radfernweg in Deutschland gekürt wurde. Auch im Ausland zieht es deutsche Radurlauber an große Flüsse: Beliebtester Radfernweg im Ausland ist laut ADFC der Donauradweg, gefolgt von der Alpenüberquerung auf der alten Römerstraße Via Claudia Augusta.

Deutschland ist nicht nur ein Land der Radurlauber, sondern gewinnt auch zunehmend als Reiseziel für Fahrrad-Fans aus anderen Ländern an Bedeutung. Rund zehn Prozent der ausländischen Urlaubsgäste in Deutschland kommen laut einer Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus zum Radfahren und Mountainbiken in unser Land. Das ist mehr als der Skisport, der fünf Prozent der ausländischen Urlauber anlockt und wird nur übertroffen vom Wandertourismus (18 Prozent).

Interessant in diesem Zusammenhang: Dass unsere Nachbarn aus der Fahrradnation Niederlande auch beim Urlaub in Deutschland gerne in den Sattel steigen, mag keine Überraschung sein. Noch mehr Fahrradbegeisterung bringen jedoch die Polen mit: 21 Prozent der polnischen Urlaubsgäste kommen zum Radfahren nach Deutschland. Bei den niederländischen Touristen tun dies “nur” 19 Prozent.

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