Teaser:
Wenn Radsportler Geister treffen und Strava plötzlich Totenköpfe zeigt, ist klar: Es ist Halloween. In dieser schaurig-komischen Nachtgeschichte treffen die Kettengeister auf den legendären Phantomfahrer – und lernen, dass Knoblauch-Gel mehr retten kann als Energie.


Wenn das Training zur Geisterfahrt wird

Halloween. Nebel. Vollmond.
Über den Feldern von Klein-Kettenhausen waberte dichter Dunst, als hätte jemand eine Nebelmaschine auf volle Leistung gestellt. Doch die Radsportgruppe „Die Kettengeister“ ließ sich davon nicht abhalten.
Donnerstag war Training – egal, was kam. Regen, Wind oder Geistererscheinung.

„Etwas stimmt heute nicht mit der Luft“, murmelte Timo an der Tankstelle, während er den Reifendruck prüfte.
„Das sagst du jedes Mal, wenn du zu viel Kürbissuppe hattest“, konterte Anna. Ihr Rücklicht flackerte – einmal, zweimal, dann war es aus.

„Vielleicht ist es verflucht“, witzelte Jens, der Technikfreak, dessen Rad mehr Sensoren hatte als ein Satellit.
„Ach was“, lachte Martin. „Bis zur alten Passstraße und zurück. 40 Kilometer. Easy.“

Spoiler: Es wurde nicht easy.


Das unheimliche Geräusch

Die Gruppe rollte durch den Nebel.
Plötzlich – Knirsch. Klack. Schrrr.
Ein Geräusch wie von einer uralten Kette, die seit Jahrzehnten kein Öl mehr gesehen hatte.

„Das war doch keiner von uns?“, fragte Timo.
Niemand antwortete. Nur der Nebel schien dichter zu werden.

Dann tauchte ein Licht auf – grünlich, flackernd.
Und aus dem Nebel rollte eine Gestalt.

Der Phantomfahrer von der Passstraße

Ein Fahrer in einem zerschlissenen Trikot, ein Helm aus Leder, und ein Rad aus einer anderen Zeit: Stahlrahmen, Knochenlenker, Speichen, die im Mondlicht glühten.

„WER HAT DIE LETZTE LAUFRADPUMPE BENUTZT?!“, dröhnte seine Stimme über den Asphalt.

„Das ist unmöglich!“, keuchte Jens.
„Das ist der Phantomfahrer von der Passstraße!“, flüsterte Anna.
„Er fährt jede Halloween-Nacht auf der Suche nach einer perfekten Kettenlinie.“

Der Geist trat in die Pedale. Kein Geräusch – nur ein unheimliches Summen.
Die Kettengeister traten an. Bergab. 60 km/h. Herzfrequenz jenseits von Vernunft.


Der Sprint ums Überleben

„Er zieht Windschatten!“, rief Jens.
„Das ist kein Windschatten, das ist die Hölle!“, brüllte Jule.

Anna, ruhig wie immer, griff in ihre Trikottasche.
Sie zog ein Energy-Gel hervor – Geschmack Knoblauch-Limette (Limited Edition).
„Wenn ich schon sterbe, dann wenigstens mit Stil.“

Sie öffnete das Gel und spritzte es direkt auf die Kette des Phantomrads.
Ein lautes Zischen, ein Knall – und der Geist löste sich in einer Wolke aus Dampf und Nebel auf.
Zurück blieb nur eine alte Klingel. Gravur: Campagnolo 1957.

Radsportlerin benutzt ein Energy-Gel.

Nachklang im Dunkeln

Zurück an der Tankstelle herrschte Stille.
Keiner sprach – bis Jens flüsterte:
„Meine Strava-Aufzeichnung zeigt einen neuen KOM … vom Phantomfahrer!“

Seit jener Nacht, so munkelt man leis’,
rollt der Phantomfahrer übern Asphalt im Kreis.
Wer an Halloween mit quietschender Kette fährt,
und ohne Licht durch den Nebel zehrt,
wer seinen Helm nur lose trägt,
dem wird der Fluch ins Rad gelegt.
Dann jagt ihn der Geist durch Sturm und Wind –
bis sie ewig Mitfahrer sind.


Fazit: Lieber hell fahren als spuken

Also, liebe Radfans:
Pflegt eure Kette. Ladet euer Licht. Und wenn ihr an Halloween unterwegs seid – haltet Ausschau nach grünem Schimmer im Nebel. Und immer ein Energy-Gel mitnehmen – Geschmack Knoblauch-Limette (Limited Edition).

Denn manchmal…
rollt das Grauen auf zwei Rädern.


ILOVECYCLING.DE > Redaktionstipp:

Für noch mehr Halloween-Feeling:

  • Diese Story bei einer Nachtfahrt laut vorlesen.
  • Oder beim Indoor-Training mit Kerzenlicht hören.
    Aber bitte immer Helm tragen – selbst im Spukkeller.
JÖRG LACHMANN
Ich bin ein kreativer, konzeptionsstarker und querdenkender Vollprofi in allen Bereichen des On- und Offline-Marketings (B2B/B2C) . . . und somit (wie wohl auch nicht anders zu erwarten) beruflich als Marketing- und Vertriebsleiter bei der Firma IDV GmbH angestellt. Da ich schon seit vielen Jahren dem Hobby Radsport verfallen bin, habe ich mich im April 2014 dazu entschlossen, das Online-Magazin "ilovecycling.de" mit „Herz” und vielen nützlichen Themen, Infos, Tipps und Tricks rund um den Hobby- und Jedermann-Radsport ins Leben zu rufen.