Zum 1. Mai 2014 trat die Reform des Flensburger Punktesystems in Kraft. Das neue System soll einfacher und besser nachzuvollziehen sein. Auch der Bußgeldkatalog ändert sich. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erklärt die wichtigsten Änderungen für Fahrradfahrer.

Das Bußgeld für den einfachen Rotlichtverstoß steigt von 45 Euro auf 60 Euro. Zeigt die Ampel länger als eine Sekunde rot, werden wie bisher 100 Euro fällig. Die Eintragungsgrenze wird von 40 auf 60 Euro angehoben. Das bedeutet: Für das Überfahren des Rotlichts bekommt ein Radfahrer weiterhin einen Punkt in Flensburg

ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn sagt: „Der Punkt für den Rotlicht-Verstoß wiegt mehr als zuvor, denn der Führerschein wird künftig bei acht und nicht mehr bei 18 Punkten eingezogen. 90 Prozent der erwachsenen Radfahrer haben auch einen Autoführerschein – deshalb gilt die Devise: Fahrrad-Verstöße sollte man nicht unterschätzen.

Richtig teuer wird es für Radfahrer, wenn sie einen Bahnübergang bei geschlossener Schranke überqueren: 350 Euro Bußgeld plus zwei Punkte (bisher: vier Punkte) in Flensburg. Die Benutzung eines Mobiltelefons ohne Freisprecheinrichtung wird wie bisher mit 25 Euro Verwarnungsgeld geahndet. 

Huhn: „Den häufigsten Regelverstoß bei Radfahrern hat der Gesetzgeber allerdings nur relativ milde sanktioniert: Die Benutzung des beschilderten Radweges gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung. Hier passieren aber die meisten Unfälle, weil Autofahrer nicht mit Radfahrern aus der Gegenrichtung rechnen. Wer sicher ankommen will, sollte daher unbedingt auf die richtige Fahrtrichtung achten – auch wenn man dafür einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss.“

Verwarnungs- und Bußgelder
Für Radfahrer

Bussgeldkatalog
Zusammengestellt vom ADFC. Gültig ab 1. Mai 2014.
Quelle: Bundeseinheitlicher Tatbestandskatalog,
10. Auflage 2014, und Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 15 vom 23.04.2014

Bildnachweis: ©kzenon – istockphoto.com

2 KOMMENTARE

  1. @Helge: ja das stimmt zu 100% was du schreibst

    Zudem ist das Radwege Netz, insb in der Stadt so löchrig, so das einem garnix übrig bleibt als Radwege falsch herum zu nutzen. Ich habe auch einen Weg von/zur Arbeit und benutze an 2 Stellen einen Radweg verkehrt herum. Alternative wäre die stark befahrene Straße zu benutzen und dort auch 2mallinks abbiegen (Nein danke !) Da fahre ich lieber langsam auf dem Radweg verkehrtherum und biege von dort dann links in ein ruhiges Wohnegebiet und fahre dort durch. Dann habe ich noch eine Stelle da ist der Radweg auf der rechten Seite total kaputt (Schiefe Platten, schiefes Pflaster mit Löchern, + Schäden durch Wurzel). Hier benutze ich auch den linken Radweg da der noch 100% okay ist. Zudem hat der auch weniger Straßeneinmündungen, nämlich nur 2. Wohingegen auf der “richtigen” Seite 4 Straßen zu überqueren sind….. => Aber ich lese gerade oben: das man den Bürgersteig (also nicht Radweg) in angemeßener Geschwindigkeit befahren darf (Umkehrschluss). Insofern mein Tipp: Bürgersteig nutzen und langsam fahren statt den Radweg verkehrtherum zu nutzen…..Muss man halt nur langsam fahren

  2. Hier passieren aber die meisten Unfälle, weil Autofahrer nicht mit Radfahrern aus der Gegenrichtung rechnen. Wer sicher ankommen will, sollte daher unbedingt auf die richtige Fahrtrichtung achten – auch wenn man dafür einen kleinen Umweg in Kauf nehmen muss.“

    Gerade dies halte ich für Unfug … ich würde sogar grundsätzlich einführen dass Radfahrwege gegen die Straßenfahrrichtung laufen (wie es auch Fussgängern auf Landstraßen empfohlen wird) … Radfahrer würden die Aktionen der Autofahrer besser sehen und einschätzen können, und Autofahrer die Radfahrer sehen ohne sich das Genick verrenken zu müssen.

    Die meines Erachtens noch größere Gefahr von nachts ohne Licht verkehrt herum Radwege befahrender Radfahrer FÜR Radfahrer wird gar nicht erwähnt. Ich hatte bereits 2 Bekannte mit schweren Verletzungen im Krankenhaus nach solchen Unfällen.

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