Unter dem Motto #cyclingunites, lockte die Berliner Fahrradschau 2017 am vergangenen Wochenende tausende Rad-Liebhaber und Fachpublikum aus ganz Europa in die STATION Berlin.

So natürlich auch meine Person. Obwohl ich gesundheitlich angeschlagen war, machte ich mich trotzdem auf den Weg von Ostwestfalen zur Hauptstadt nach Berlin. Und wie sollte es anders sein, bekam ich auch schon auf dem Weg dorthin Aufmerksamkeit … nicht von einem Leser oder einer Leserin wie man denken könnte … nein … sondern von einem Blitzer in einer schwer einzusehenden Baustelle auf der A2. Die Freude hielt sich natürlich in Grenzen, auf das Foto hätte ich gerne verzichtet. aber so buche ich das mal als nette Erinnerung ab.

In Berlin angekommen war ich als „Landei“ sofort mehr als beeindruckt von dieser Metropole. Auf dem Weg vom Parkhaus zu den Messehallen, begegnete ich schon vielen urig aussehenden Menschen auf ihren noch verrückter wirkenden Bikes. Das machte natürlich Lust auf mehr und ich war schon sehr auf meinen ersten Besuch dieser Messe gespannt. Vor den Eingangshallen traf man doch auf einige bekannte Gesichter, und sofort wurde über das Thema Fahrrad fachgesimpelt.

Pünktlich um 10 Uhr stand ich dann am Eingang zur größten Fahrrad-Lifestyle-Show der Welt, bei der über 300 internationale Marken, Hersteller, Manufakturen und Initiativen in vier stilvoll kuratierten Hallen ihre Geschichten mit viel Liebe zum Detail zum Erlebnis für die interessierten Besucher aufbereitet hatten.

Neben einer neuen Eingangssituation, einer deutlich erweiterten E-MOBILITY Area und den erweiterten Teststrecken samt Testflotte, gab es erstmal auch die „Berlin Framebuilder’s Island“, die Werkstücke von Berliner Rahmenbauern besondere Aufmerksamkeit schenkte und sich als weiterer Publikumsmagnet herausstellte.

„Trotz perfekten Fahrrad-Wetters hatten wir an allen drei Tagen volle Hallen und konnten deutlich mehr Besucher begrüßen, als 2016. Wir hatten auf der Berliner Fahrradschau noch nie eine so gelungene und harmonische Mischung aus wunderschönen Fahrrädern, vielfältigem und interessiertem Publikum und perfekter, entspannter Stimmung.“, so Fares Gabriel Hadid, Geschäftsführer der Berliner Fahrradschau.

Begleitet wurden die neuesten und schönsten Trends und Entwicklungen von einem prall gefüllten Rahmenprogramm mit knapp 100 Events. Darunter neben sportlichen Highlights, wie dem RAD RACE, dem UCI Berlin Trials Cup oder Bike Polo auch Höhepunkte, wie Kunstrad-Shows, das Fixie-Race der Radsportgruppe Ungemütlich, den Bike Pulling Championships oder dem 3. Berliner Laufradpokal im Kinderkiez. Der Berlin Music Ride, der Mauerradweg E-Ride und eine Vielzahl verschiedener Ausfahrten, wie der listnride Cross Ride luden die Besucher ein selbst aktiv zu werden.

Das hervorragend angenommene BICYCLE CINEMA war die erste Adresse für die schönsten Fahrraddokumentationen und Vorträge von Athleten. Einen besonderen Schwerpunkt setzten in diesem Jahr eine Gruppe internationaler Meinungsmacherinnen zum Thema Frauen im Radsport.

Nicht nur optisches, sondern auch kulturelles Highlight und ein idealer Ort um die vielen Eindrücke der Ausstellungs-Hallen zu reflektieren, war der FAHRRADSALON mit Fahrrad-Kunst von Jofroi Amaral, Gianluca Gimini, Nebil und Sebastian Zimmermann. Carlos Fernandez Laser und die Hardbrakers Crew komplettierten mit ihren Fotografien, die Installationen, Gemälde und Graphiken der anderen Künstler.

Die Berliner Fahrradschau baut
ihre B2B Plattform weiter aus

Nicht nur für Endverbraucher war einiges geboten, auch die Attraktivität als B2B Plattform, konnte die BFS erneut unter Beweis stellen. Beim E-MOUNTAINBIKE Think Tank wurde mit Branchenführern über die Zukunft der Elektro-Mobilität im Mountainbike Bereich diskutiert, während Schindelhauer und Campagnolo die Berliner Fahrradschau nutzten, um ihr regionales Händlernetzwerk zu schulen.

In der LANGEN NACHT DER BIKE SHOPS während der BERLIN BICYCLE WEEK öffneten an drei Tagen insgesamt 19 Berliner Fahrradgeschäfte ihre Türen nach Ladenschluss und lockten mit attraktiven Veranstaltungen neugierige künftige Kunden und die lokalen Communities in die Läden.

Während Diamant den Rahmen der BERLIN BICYCLE WEEK nutzte, um seinen E-Commuter Zouma+ vorzustellen, präsentierte CANYON auf der Berliner Fahrradschau seine erste Mountainbike-Serie für Kinder – die im Kinderkiez platziert nicht nur hervorragend angenommen, sondern von den kleinen Besuchern direkt auf Herz und Nieren getestet wurde.

Daneben blieb mir dank der entspannten Atmosphäre der Veranstaltung viel Raum für Austausch und gute Gespräche mit diversen Herstellen und Ausstellern über Trends und Neuigkeiten. Es war eine Freude zu sehen, wie locker und gut gelaunt auf der Messe miteinander umgegangen wurde. Noch nie habe ich auf einer anderen Messe erlebt, das auf den Ständen die Gespräche meistens mit einer Flasche Bier in der Hand geführt wurden. Für einen Provinzler wie mich natürlich ein Anblick, an dem ich mich erst gewöhnen musste. Da ich ja am selben Tag wieder den Heimweg antreten musste, konnte ich die vielen Einladungen zu einem Bier „leider“ nicht annehmen … aber man sieht sich in der Radszene garantiert mal wieder, und dann komme ich gerne wieder darauf zurück!

Ich konnte natürlich auch einige Stimmen aus der Industrie einfangen:

„Wir sind sehr glücklich mit unserem ersten Auftritt bei der BFS. Alle unsere Erwartungen sind erfüllt worden. Wir haben die Messe schon länger beobachtet. Als Technologieführer hat es Sinn gemacht uns zu präsentieren, weil die Marken SRAM Rock Shox und ZIPP ohnehin bei vielen Ausstellern verbaut sind. Wir sind überrascht, wie Fachkundig das Publikum ist und dass man Gespräche auf sehr hohem Niveau führen konnte.“, Tobias Erhard, Marketing Manager bei SRAM

„Wir hatten tolle Reaktionen auf unsere Kids Bikes und unsere Testräder wurden sehr gut angenommen. Wir hatten eine wirklich gute Zeit auf der BFS, es herrschte großes Interesse an unseren Urban Bikes und die positive Response auf die Messe konnten wir direkt in unseren Social Media Kanälen sehen.“, Georg-Philipp Fertig, Community Manager Road bei CANYON

„Der direkte Kontakt zum Kunden war für uns am erfolgreichsten. Wir konnten sehr viel direkte Aufklärungsarbeit zu unseren Produkten leisten. Zudem waren wir sehr positiv überrascht von der Vielfältigkeit und dem Interesse des Publikums – gerade auch hinsichtlich des Feedbacks auf unsere neue Bekleidungslinie und unsere Rahmen.“, Isabell Wissler, Head of Fashion Management bei Lightweight

„Für uns war die BFS in doppelter Hinsicht erfolgreich. Im Rahmen des Best Campagnolo Build Award konnten wir aktiv den Kontakt zu den Rahmenbauern pflegen, die uns sehr am Herzen liegen und mit Händlerschulungen vor Ort konnten wir zudem noch unser regionales Händlernetzwerk bedienen. Hinsichtlich der Endverbraucher, war die DNS von Campagnolo in der HANDMADE Area perfekt in den Bespoke-Kontext gesetzt und Besucher haben unsere Komponenten direkt an fantastischen Rädern erlebt.“, Sandro Antoniol, Branch Manager Campagnolo Deutschland

Impressionen von der
Berliner Fahrradschau 2017

Bildrechte: © Berliner Fahrradschau, Madlen Krippendorf, Bjoern Reschabek, Drew Kaplan, Jörg Lachmann

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JÖRG LACHMANN
Ich bin ein kreativer, konzeptionsstarker und querdenkender Vollprofi in allen Bereichen des On- und Offline-Marketings (B2B/B2C) . . . und somit (wie wohl auch nicht anders zu erwarten) beruflich als Marketingleiter bei der Firma CarbonSports (Lightweight) angestellt. Da ich schon seit vielen Jahren dem Hobby Radsport verfallen bin, habe ich mich im April 2014 dazu entschlossen, das Online-Magazin "ilovecycling.de" mit „Herz” und vielen nützlichen Themen, Infos, Tipps und Tricks rund um den Hobby- und Jedermann-Radsport ins Leben zu rufen . . . und das alles ohne jegliches finanzielles Interesse! ;-)

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