Früher war Guido Fulst einer der besten Bahnradsportler der Welt. Zwei Olympiasiege und mehrere Weltmeisterschaftstitel stehen in seiner Vita. Nun, einige Jahre nach seiner aktiven Karriere, dreht sich beim 46-Jährigen immer noch alles um das Thema Rad. Angestellt bei Zweirad Stadler in Berlin bringt er sein Wissen nicht nur beim Verkauf von Fahrrädern ein, sondern unterstützt auch viele soziale Aktionen. Im Sommer erst hatte Fulst junge Nachwuchsfahrer aus dem Libanon unter seinen Fittichen. Unter seiner Anleitung konnten die Athleten in Berlin an modernen Geräten trainieren und bekamen vom Altmeister Tipps und Tricks für die zukünftigen Rennen an die Hand.

Nun hat sich Guido Fulst einer weiteren guten Sache angenommen. Für das Projekt Fahrradhelden organisierte er eine Charity-Tour von München nach Berlin. Unter anderem mit seinem alten Weggefährten Andreas Bach (ebenfalls Weltmeister auf der Bahn) und Schauspieler Uwe Rohde machte er sich in sechs Etappen von der bayerischen Landeshauptstadt auf den Weg nach Berlin. An den Zielorten Regensburg, Nürnberg, Hof,  Chemnitz, Leipzig und Berlin überreichte er im Namen der Fahrradhelden jeweils Fahrräder an traumatisierte Kinder. Die Fahrradhelden ist ein Projekt der Stiftung dare, die traumatisierten Kindern hilft, die in Deutschland aufwachsen. Unter dem Slogan „Alle Kinder sind wichtig“ verbessert die Stiftung dare die Startchancen im Leben der Kinder, indem sie ihnen über den Sport ein Stück Normalität in ihr Leben zurückbringt.

„Es ist einfach toll, die strahlenden Kinderaugen zu sehen, wenn sie ihre neuen Fahrräder überreicht bekommen. Es ist eine Herzensangelegenheit für mich, dieses Projekt zu unterstützen“, sagt Fulst, der gleich eine Fortsetzung der Aktion geplant hat. „Das war eigentlich nur der Probelauf für das kommende Jahr. Im Mai 2017 möchte ich in einer größeren Gruppe wieder eine Fahrradheldentour veranstalten, um noch mehr Kindern helfen zu können.“

Interessierte können sich unter www.fahrradhelden-tour.de informieren. Und keine Angst, Guido Fulst ist zwar auf dem Rad immer noch flott unterwegs, aber ganz so schnell wie damals auf der Bahn wird es nicht. Bei seinem Olympiasieg in der 4000 Meter Mannschaftsverfolgung fuhr er zusammen mit Robert Bartko, Daniel Becke, Jens Lehmann und Olaf Pollack in 3:59,710 min Weltrekord…