Hallo! Ich bin Patricia, 34 Jahre alt und ab sofort blogge ich hier über meine Vorbereitung für meinen ersten Triathlon. Und wenn ihr wollt, dann könnt ihr euch meinem Trainingsprogramm hier auf ilovecycling.de anschließen. Mein Ziel ist eine Sprint Distanz beim Hamburg World Triathlon im Juli 2017.

Heute möchte ich mich kurz bei euch vorstellen: Von Beruf bin ich eigentlich Heilpädagogin. Als sich bei mir vor 3 Jahren jedoch der Wunsch nach Veränderung bemerkbar machte, hat sich zufällig eine einmalige Gelegenheit ergeben: Gemeinsam mit meinem Mann bin ich nach Mallorca ausgewandert und habe das große Glück, an über 320 Sonnentagen im Jahr Outdoor Sport machen zu können.

Mein Mann ist glücklicherweise Triathlon-Coach und seit wir auf Mallorca leben, bieten wir hauptberuflich Sportreisen und Triathlon Camps an. Trotzdem habe ich bisher noch nie selbst einen Triathlon absolviert. Für mich war Sport bis zu unserer privaten und beruflichen Umorientierung einfach nur ein Hobby.

Ich habe mich immer schon wahnsinnig gerne viel bewegt. Überwiegend habe ich damals Kurse wie CrossFit, Bodypump, Step- Aerobic oder Spinning besucht. Zur Abwechslung und um nach der Arbeit den Kopf frei zu kriegen, bin ich dazu ebenfalls mehrmals wöchentlich gelaufen. Mein Hausründchen. Gute 10km lang, immer im gleichen Tempo, ganz ohne irgendwelche Trainingsabsichten. Just for Fun eben.

Als ich meinen Mann kennenlernte, bin ich in seinen Triathlonverein in Köln eingetreten und habe mich sogar zu seinem Rookie-Projekt angemeldet! Ein bisschen Schwimmen, Laufen und Radeln kann ja nicht so schwer sein, habe ich mir gedacht; außerdem klang es abwechslungsreich und nach genau dem Maß an Bewegung, das ich gerne hab. Nämlich viel.

Radfahren mochte ich schon immer; ich hatte meist irgendwelche Cross- oder Fitnessräder im Keller stehen. Für mehr als von zu Hause zur Arbeit o.ä. habe ich diese jedoch nie genutzt. Im Triathlon fährt man ja – ab einem gewissen Niveau – Rennrad. Das kannte bis dahin noch nicht; da ich jedoch offen für alles bin hab ich´s einfach ausprobiert. Ratet mal:

Genau, es hat mir direkt Spaß gemacht.

Schwimmen fand ich immer schon okay. Als Kind war ich sogar über einen längeren Zeitraum im Schwimmverein. Kraulen habe ich dort jedoch nie gelernt (ich wüsste gerne mal warum nicht). Das hatte ich mir ehrlich gesagt aber auch nicht so schwierig vorgestellt, da ich glücklicherweise recht schnell neue Bewegungsmuster und Abläufe lerne.

Adiós Bodypump und Step, ab jetzt standen Schwimmen, Laufen, Radfahren und Athletiktraining auf dem recht vollen Wochenplan!

Das hat mir eine Weile eigentlich sehr gut gefallen. Nur mit dem Kraulen lernen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Die Atmung hat mich echt fertig gemacht. Leider war das damalige Schwimmtraining aus meiner Sicht auch überhaupt nicht auf Schwimm-Einsteiger ausgelegt, was dann nach gut 10 Wochen dazu geführt hat, dass ich einfach keine Lust mehr hatte. Aus Frust hab ich das dann einfach wieder dran gegeben.

Mein Mann hat natürlich versucht, mich davon zu überzeugen, dass ich nur noch ein wenig durchhalten müsse, bis es „KLICK“ mache; ich hätte viel Talent meinte er. Nö! Kraulen war für mich gestorben und somit auch der anfangs entstandene Gedanke, gemeinsam mit den anderen Rookies einen Triathlon als Abschluss des Projektes zu bestreiten.

Rennrad fahren und Laufen fielen mir von Anfang an leicht und machten mir zudem auch richtig viel Spaß, sodass ich da am Ball geblieben bin und mit den anderen weiterhin trainieren konnte. Nur geschwommen bin ich eben nicht weiter. Das war’s dann mit meinem ersten Triathlon.

Als wir dann auf Mallorca mit den Trainingslagern anfingen, begann ich neben meinen Aufgaben im Kundenservice und der Organisation, meinen Mann bei den Trainingseinheiten zu unterstützen.

Wir haben uns sehr stark auf Triathlon- und Schwimm-Einsteiger fokussiert. Daher wurde ich also permanent mit dem Thema Kraulen lernen sowohl in Theorie als auch in der Praxis konfrontiert. Im Frühjahr habe ich mir dann 3 Monate lang jede Woche den Vortrag über die richtige Kraultechnik angehört; mittlerweile kann ich den bald auswendig. Obwohl ich mittlerweile theoretisch wusste, wie man richtig krault, hat es mich trotzdem nie so sehr gereizt, einen neuen Anlauf zu nehmen.

Während der Trainingslager und der Betreuung unserer Teilnehmer hat es zwar schon mal in den Fingern gejuckt, aber sobald die Leute weg waren, war auch das Kribbeln vorbei. Bis ich dann im Juli diesen Sommers das Gefühl hatte, dass es einfach nicht mehr authentisch sei. In der Campzeit assistiere ich meinem Mann bei allen Trainings-Einheiten, aber selbst habe ich noch nie einen Triathlon absolviert. Nur weil ich nicht kraulen kann!

Dieser Gedanke kam mir plötzlich total lächerlich vor und daher habe ich beschlossen, es auch endlich richtig Kraulen zu lernen. Mein Mann bringt so vielen Leuten das Kraulen bei, da wäre es doch gelacht, wenn er es nicht auch bei mir schaffen würde.

Bis dato hab ich schon mal als Staffelteilnehmer bei verschiedenen Triathlonevents mitgemacht oder habe mir die Rennen meines Mannes angeschaut. Ich muss gestehen, dass mich die Wettkampf-Atmosphäre jedes Mal ganz schön angefixt hat. Aber der „Durchbruch“ in meinem Schädel kam erst diesen Sommer.

Mein Hauptproblem beim Schwimmen war jedoch meine Atmung. Ehrlich gesagt, hab ich mir deswegen ziemlich ins Hemd gemacht. Nach einer Bahn hab ich nach Luft gejapst und teilweise hatte ich Schwindelgefühle durch die Kopfdrehung.

Zum Glück hatte mein Mann die Idee, mich mit einem neuen Schwimmschnorchel schwimmen zu lassen. Dadurch konnte ich mich zunächst auf das Erlenen der richtigen Arm- und Beintechnik konzentrieren. Die Atmung konnte ich erstmal außer Acht lassen und habe damit auf Anhieb mehrere Bahnen hintereinander durchschwimmen können.

Seit Juli schwimme ich nun regelmäßig unter Anleitung meines Mannes, was natürlich ziemlich praktisch ist. Nicht jeder hat den Luxus, einen eigenen Schwimmlehrer zu haben. Und zum Glück war mein Mann sehr geduldig mit mir, sodass ich nun von mir behaupten würde: Ich kann kraulen! Aber nicht nur das, Schwimmen macht mir mittlerweile richtig Spaß.

Das ist es übrigens, was ich im Rahmen dieser Triathlon-Einsteiger-Serie gerne an euch weitergeben möchte. Wir arbeiten gerade an einem Online-Kraulkurs für Einsteiger, mit dem wir euch die einzelnen Lernschritte und Technikübungen vermitteln wollen, mit denen ich das Kraulen gelernt habe.

Ich würde mich freuen, wenn ich einige Leser mit meiner Geschichte ermutigen kann, den Schritt zu wagen. Kraulen kann jeder lernen. Es braucht nur etwas Geduld und eine gute Anleitung. Vielleicht sehen wir uns ja in Hamburg zu deiner und meiner Triathlon-Premiere.

PATRICIA BIRKEL
Ich bin Patricia, 34 Jahre alt und ab sofort blogge ich hier über meine Vorbereitung für meinen ersten Triathlon. Und wenn ihr wollt, dann könnt ihr euch meiner Trainingsgruppe anschließen. Mein Ziel ist eine Sprint Distanz beim Hamburg World Triathlon im Juli 2017. Von Beruf bin ich eigentlich Heilpädagogin. Als sich bei mir vor 3 Jahren jedoch der Wunsch nach Veränderung bemerkbar machte, hat sich zufällig eine einmalige Gelegenheit ergeben: Gemeinsam mit meinem Mann bin ich nach Mallorca ausgewandert und habe das große Glück, an über 320 Sonnentagen im Jahr Outdoor Sport machen zu können.