Die Münsteranerin Katharina Venjakob ist eine Frau der leisen Töne. Dabei könnte sie doch ganz anders. Immerhin zeigt sie selbst der männlichen Konkurrenz nicht selten nur ihr Hinterrad – sie hat Potenzial und Qualität. Und das mit einem Schnitt von nicht selten 40 Kilometern pro Stunde. ilovecycling.de stand die sympathische und frisch examinierte Diplom-Rechtspflegerin Rede und Antwort.

 

Name: Katharina Venjakob
Jahrgang: 1989
Wohnort: Münster
Beruf: Diplom-Rechtspflegerin

 

ilovecycling.de: Wie lange fährst Du bereits Rennrad?

Katharina Venjakob: Das ist noch gar nicht so lange her . . . es war 2012, als ich anfing mit dem Rennrad zu fahren.

ilovecycling.de: Wie bist Du zum Radsport und zum German Cycling Cup gekommen?

Katharina Venjakob: Durch meinen Vater, der schon seit 25 Jahren hobbymäßig (keine Rennen) Rennrad fährt. In den German Cycling Cup (GCC) bin ich durch Zufall durch unseren Sponsor Michael Thyssen gelangt. Er sprach mich beim Training an, ob ich nicht Lust hätte, 2013 für das Bürstner-Dümo Cycling Team zu fahren. Ich dachte mir, das probiere ich mal aus.

ilovecycling.de: Wie wichtig ist Dir der Radsport?

Katharina Venjakob: Sehr wichtig. Meine freie Zeit widme ich zum größten Teil dem Radsport. Ich genieße aber auch die freien Tage und Abende, um mich mit meinen Freunden und meiner Familie zu treffen. Man muss aufpassen, dass man neben dem zeitintensiven Hobby nicht andere wichtige Dinge und Menschen vernachlässigt.

ilovecycling.de: Wie oft trainierst Du?

Katharina Venjakob: Bis Anfang 2014 habe ich nach Lust und Laune trainiert. Nun habe ich einen Trainingsplan und trainiere meistens vier bis fünf Mal die Woche.

ilovecycling.de: Was motiviert Dich?

Katharina Venjakob: Das Gesamtziel der Saison und mein Team.

ilovecycling.de: Wie nervös bist Du vor einem Wettkampf? Wie bekämpfst Du Deine Nervosität?

Katharina Venjakob: Vor dem ersten Rennen der Saison war ich sehr nervös. Mittlerweile geht es einigermaßen. Meistens legt sich die Nervosität mit dem Start, weil ich dann voll auf das Renngeschehen konzentriert bin.

ilovecycling.de: Wer ist Dein größtes Vorbild?

Katharina Venjakob: Mein Vorbild ist Beate Zanner. Ich bewundere ihren Ehrgeiz, ihre Disziplin und ihre Bescheidenheit sowie Bodenständigkeit.

ilovecycling.de: Was ist Dein nächstes Ziel? Welche Ziele hast Du für die Zukunft?

Katharina Venjakob: Meine Bergfähigkeiten auszubauen und den German Cycling Cup zu gewinnen.

ilovecycling.de: Wie sieht Dein Wochenende ohne Bike aus?

Katharina Venjakob: Das gibt es bei mir eigentlich nicht. Ein bisschen Bewegung brauche ich immer. Wenn mal kein Rennen ansteht, treffe ich mich gerne mit meinen Freunden, gehe shoppen, feiern oder mache sonstigen Mädchenkram.

ilovecycling.de: Was war Dein größter Erfolg?

Katharina Venjakob: Deutsche Vize-Jedermann-Meisterin 2013 (Gesamtwertung) / Deutsche Jedermann-Meisterin 2013 (Altersklasse Frauen).

ilovecycling.de: Angenommen, Rennräder wären nie erfunden worden, wie würde Dein Leben heute aussehen?

Katharina Venjakob: Ich würde nach wie vor mit meinen Mädels beim VfL-Senden kicken.

ilovecycling.de: Was liebst Du am meisten am Rennradfahren und was ist das Unangenehmste?

Katharina Venjakob: Ich liebe es, große Distanzen zu überwinden, die hohen Geschwindigkeiten zu erreichen und zu merken, zu welchen Leistungen der eigene Körper fähig ist.
Das Unangenehmste ist im Schneeregen bei 0 Grad im Dunkeln mit Lampe zu trainieren.

ilovecycling.de: Welches ist für Dich das Urlaubsziel für ein Trainingslager?

Katharina Venjakob: Bis jetzt war ich erst dreimal auf Mallorca. Die Insel ist super. Aber es gibt sicherlich noch andere nette Fleckchen auf dieser Erde um dem schönsten Hobby der Welt nachzugehen.

ilovecycling.de: Und nun kommen wir auch schon zur letzten Frage. Was sind Deine persönlichen Stärken und Schwächen, sowohl als Mensch, als auch als Radfahrerin?

Katharina Venjakob: Also eine Schwäche von mir ist, sowohl im Privaten als auch im Sportlichen, daß ich manchmal zu ungeduldig bin. Als Stärke sehe ich meine Disziplin, meinen Ehrgeiz und meine Allrounder-Qualitäten.

 

Die ilovecycling.de-Redaktion bedankt sich bei Katharina Venjakob für ihre Zeit und dieses aufschlussreiche Interview und wünscht ihr für ihre sportliche und private Zukunft weiterhin alles erdenklich Gute. 

 

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Bildnachweise:
© Markus Stera (German Cycling Cup), Wolfgang Schaaf (Challenge-Magazin.com), Privatsammlung Katharina Venjakob

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JÖRG LACHMANN
Ich bin ein kreativer, konzeptionsstarker und querdenkender Vollprofi in allen Bereichen des On- und Offline-Marketings (B2B/B2C) . . . und somit (wie wohl auch nicht anders zu erwarten) beruflich als Marketingleiter bei der Firma CarbonSports (Lightweight) angestellt. Da ich schon seit vielen Jahren dem Hobby Radsport verfallen bin, habe ich mich im April 2014 dazu entschlossen, das Online-Magazin "ilovecycling.de" mit „Herz” und vielen nützlichen Themen, Infos, Tipps und Tricks rund um den Hobby- und Jedermann-Radsport ins Leben zu rufen . . . und das alles ohne jegliches finanzielles Interesse! ;-)

2 Kommentare

  1. Danke für das Interesse Eurerseits, die Fahrer und Fahrerinnen etwas persönlicher vorzustellen. Eine tolle Idee, um alle – nicht nur aus der sportlichen Sicht – etwas näher kennen zu lernen. Ich freue mich, dass ich den Anfang machen durfte. Macht weiter so!

    • Hallo Katharina . . . auch wir haben für das tolle und offene Interview zu danken. Es macht immer wieder Spaß die Menschen hinter dem Hobby- und Jedermann-Radsport kennenzulernen, denn von denen lebt die große Radsport-Gemeinschaft. Dadurch bekommt unser Sport wieder die Sympathie und Attraktivität zurück, die leider in den vergangenen Jahren (zumindest in der Öffentlichkeit) verlorengegangen ist.

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