Aktuelle Erfahrungen von iQ athletik
aus der Trainingspraxis:

In den letzten Monaten ist vermehrt festzustellen, dass Sportler es beim Thema „Kohlenhydrate reduzieren“ aus falschem Ehrgeiz und fehlendem Wissen zunehmend übertreiben.

Kohlenhydrate und Stoffwechsel

Gerade bei hohen Trainingsintensitäten ist die Energie aus Kohlenhydraten essentiell wichtig. Wenn Kohlenhydrate punktuell reduziert werden, muss die Ernährung trotzdem iso-kalorisch sein; d.h.: es muss genügend Energie über die Nahrung aufgenommen werden.

Eine zu geringe Energieaufnahme führt längerfristig zu einer Reduktion der aktiven Zellmasse (Body Cell Mass) und zu einer verschlechterten Stoffwechselsituation. Und ein schlechterer Stoffwechsel verschlechtert die Energiebereitstellung und damit auch die Leistungsfähigkeit. Ganz abgesehen davon, dass ein intensives Trainieren schlichtweg Treibstoff in Form von Kohlenhydrate braucht. Wer sich z.B. bei einem Intervalltraining ohne Zufuhr von Kohlenhydrate „quält“, hat zwar das Gefühl sehr intensiv zu trainieren, er wird aber nie die maximale Leistung erzielen. Folglich wird damit auch die Chance vertan, maximale Trainingseffekte zu erreichen. Selbst im Rahmen einer Diät muss ein Mindestmaß an Kalorien zugeführt werden, damit der Körper nicht ungünstig auf „Sparflamme“ umschaltet.

Quo vadis Ernährungszustand?

Ein Reduzieren von Kohlenhydrate kann im Speiseplan durchaus sinnvoll sein – aber immer mit Blick auf die individuellen Ziele, Anforderungen und Trainingsbelastungen! Durch den ungebrochenen und oft falsch verstanden Low-Carb-Trend kommt es aber immer häufiger zu einer Mangelernährung. Nicht, weil etwa zu wenig gegessen wird, sondern primär durch eine falsch zusammengesetzte Ernährung; Stichwort: fehlende Kohlenhydrate.

Aus leistungsdiagnostischer Sicht gewinnt daher die Analyse der Body Cell Mass (BCM) an Bedeutung. Die Body Cell Mass definiert die Anzahl aller stoffwechselaktiven Zellen. Die BCM umfasst hauptsächlich die Zellen der Muskulatur und der inneren Organe. Durch eine Analyse der BCM können wichtige Aussagen zum Ernährungszustand eines Sportlers getroffen werden, da sämtliche Stoffwechselarbeiten des Organismus innerhalb der BCM geleistet werden.

Bioelektrischen Impedanz Analyse (BIA)

Bestimmt werden kann die BCM durch das Durchführen einer Bioelektrischen Impedanz Analyse (BIA). Die Messung erfolgt dabei im Liegen mit auf der Haut aufgeklebten Elektroden. Die Elektroden erzeugen ein schwaches und gesundheitlich unbedenkliches elektrisches Wechselstromfeld. Die verschiedenen Gewebe des Körpers (Körperfett, Muskulatur, Knochen etc.) bauen bei Stromdurchfluss unterschiedliche Widerstände auf, die gemessen werden. Dadurch kann eine Aussage zur Körperzusammensetzung getroffen werden. Dieses sensitive Messverfahren ist nicht vergleichbar mit der Methode gängiger Körperfettwagen!

Die BIA ist eine Untersuchung, die im Rahmen einer Leistungsdiagnostik sehr zu empfehlen ist. Die Ergebnisse geben wertvollen Aufschluss darüber, ob ein Sportler dabei ist, seinen Stoffwechsel mit Low-Carb und No-Carb-Nutrition auf negative „Sparflamme“ zu setzen.

Testszenario bei iQ athletik:

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Beispielhafte Auswertungsdateien des Testkandidaten:

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Exkurs Body Cell Mass (BCM)

Die Body Cell Mass definiert die Summe aller Sauerstoff-verbrauchenden stoffwechselaktiven Zellen. Die BCM umfasst vor allem die Zellen der Muskulatur und der inneren Organe. Die BCM ist die zentrale Größe beim Beurteilen des Ernährungszustandes einer Person, da sämtliche Stoffwechselarbeiten des Organismus innerhalb der Zellen der BCM geleistet werden.

Exkurs Phasenwinkel

Der Phasenwinkel entsteht beim Durchführen der Bioelektrischen Impedanz Analyse, wenn der Wechselstroms auf die Zellen der BCM trifft. Gut ernährte Zellen mit stabiler Membran bzw. Membranpotential haben einen hohen Phasenwinkel. Bei Mangelernährung und fehlender sportlicher Betätigung sinkt der Phasenwinkel.

Mehr Informationen zur BIA und den diagnostischen Möglichkeiten finden Sie auf den Webseiten des Trainingsinstitutes www.iq-athletik.de

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