TAG 6: Drei Anstiege von 10, 15, 20 Kilometern Länge und kurz vor der Aufgabe.

Liebe Leser, nun ist es fast geschafft! Nur noch eine Etappe steht auf dem Programm und die diesjährige Bike-Transalp ist Geschichte. Doch erstmal zu heute. Ich hatte schlecht geschlafen, aber zum Glück war das Hotel wieder nah bei Start und Ziel, so daß wir erst um halb 8 aufstehen mußten. Das Hotel war super, überhaupt muß man sagen, daß man dem offiziellen Hotel Partner Host Tours bezüglich der Übernachtungen voll vertrauen kann. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Marcel.

Die heutige Etappe hatte 3 Anstiege, von 10, 15 und 20 Kilometern Länge, bis das Ziel in Levico Therme erreicht war. Von Beginn an merkte ich, daß ich den extra Löwen von gestern Tribut zollen mußte und heute wieder ein schwerer 6 Stunden Tag bevor stand. Am zweiten Berg brach ich völlig unerwartet so stark ein, daß ich schieben mußte und Angst hatte, einen Kreislaufzusammenbruch zu erleiden. So kurz vor der Aufgabe war ich in den letzten Tagen noch nie. Besonders der Kontrast zur für meine Verhältnisse relativ guten Form gestern schockierte mich dann doch ein wenig. Durch viel Unterstützung vom meinem Teampartner und einer Cola eines Teambetreuers gelang es mir dann mich zu erholen und so konnten wir den letzten Anstieg ganz gut hinter uns bringen. Dann nochmal Enduro Challenge und das Ziel war erreicht. Heute ist definitiv die bisher schönste Etappenankunft, direkt an einem Badesee vor einem Wald- und Bergpanorama. Allein dafür hat sich gelohnt! Morgen geht es dann auf die letzte Etappe an den Garda See und abends soll es eine legendäre Party geben, für die alleine sich das ankommen lohnen soll. Aber Cäsar hat schon angedeutet, daß er mir -wie allen unbesiegbaren Gladiatoren- die Ehre zuteil werden lässt, mich aus dem Collosuemsdienst der Spiele zu entlassen, damit ich mich als Bürger Roms niederlassen kann.

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Tour Splitter: Heute möchte ich euch Olli vom Delius Klasing Verlag vorstellen. Er ist dort zuständig für die Messe- und Event-Koordination bei den Radsport Events. Er betreut und fährt den Showtruck und ist ca. 70-80 Tage im Jahr unterwegs. 2005 ist er die Transalp auch selber gefahren, weiß also wie sich die Teilnehmer fühlen und hat deshalb für jeden eine starke Schulter parat. Wenn Olli mal nicht unterwegs ist spielt er trotz seiner zarten 42 Jahren leistungsmäßig Basketball und ist Martial Arts Fan. Ab und an dreht er auch noch gerne eine Feierabendrunde auf dem MTB – trotz 110 Kilo purer Muskelmasse.

Aber nicht nur neben auch auf der Strecke gibt es jede Menge Anekdoten zu erzählen. Zum Beispiel von wo die Teams überall her kommen und was alleine die Anreise für diese Teams bedeutet. Zum Beispiel Russen aus Sibirien vom Baikalsee oder Australier, selbst ein Team aus Mauritius ist vertreten. Das Thema Unfälle/Stürze/Aufgaben ist auch ein stetiges und auch eines, das man nicht unter den Tisch fallen lassen kann. Allein während/nach der Königsetappe haben über 40 Teams aufgegeben. Man kann also sagen, ankommen ist hier für die meisten Teilnehmer schon alles. Zum Beispiel der Ire Dave, der zwar solide fährt, dem aber gestern ein Rescue Team Enduro Motorrad durch einen Fahrfehler des Fahrers das Rad zerstört wurde. Zum Glück konnte er auf einem Leihrad weiterfahren und heute war sein Rad wieder so fit, daß er weiterfahren konnte. Nichts desto trotz bin ich und alle Teilnehmer froh, das es die Jungs auf ihren Maschinen gibt. Es ist schon beeindruckend wie die mit einem 100kg Motorrad und einem 15kg schweren Rettungsrucksack auf dem Rücken hoch- und runter fahren und im Zweifel zur Stelle sind, wenn es sein muß. Respekt!

Also dann, bis morgen liebe Freunde der Spiele . . . Euer Philipp

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Unser Dank für die freundliche Unterstützung geht an:

http://bike-transalp.de
http://www.radon-bikes.de
http://host-tours.de
http://www.medhealthletics.de

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Offizieller Pressebericht:

Centurion-Vaude erneut mit Doppelsieg | Kaufmann und Käß untermauern Titelanspruch mit zweitem Etappenerfolg

Levico Terme, 24. Juli 2015 – Nach seinem gestrigen Doppelsieg hat der schwäbische Rennstall Centurion-Vaude am vorletzten Tag der 18ten Craft BIKE Transalp powered by Sigma erfolgreich nachgelegt. Markus Kaufmann (GER) und Jochen Käß (GER) sicherten sich auf der vorletzten Etappe des Alpenklassikers von San Martino di Castrozza nach Levico Terme (88,78 km, 2.530 m) ihren zweiten Etappensieg nach 3:20.07,4 Stunden knapp vor ihren österreichischen Teamkollegen Daniel Geismayr und Hermann Pernsteiner.

Mit nur sieben Zehntel Rückstand auf die Träger der Gelben Trikots konnte die zweite Centurion-Vaude-Paarung den Druck auf den dritten Gesamtrang weiter deutlich erhöhen.

Den haben noch Weltmeister Alban Lakata (AUT) und Kristian Hynek (CZE) von Topeak Ergon Racing inne, die heute als Dritte die Ziellinie überquerten (3:21.36,7), jetzt aber nur noch 17 Sekunden vor Geismayr und Pernsteiner liegen. Rang vier ging an die Gesamtzweiten vom Team Bulls (3:22.22,6), Karl Platt (GER) und Urs Huber (SUI), die heute in der letzten Abfahrt noch einmal wertvolle Zeit aufgrund eines Plattfußes am Hinterrad Platts verloren.

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Wie schon gestern forcierten die beiden Centurion-Vaude-Duos vom Start weg das Tempo, um möglichst früh in den Anstiegen zur Malga Tognola, dem Passo Cinque Croci und später auch der Malga Coste einen Vorsprung auf die Konkurrenten herauszufahren, um in den anschließenden Abfahrten nicht zu viel riskieren zu müssen.

Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Nachdem ich am Anfang gedacht habe, das wir richtig knapp mit der Titelverteidigung, läuft es bei uns seit den letzten Tagen immer besser. Es macht mich stolz, dass wir wieder mit beiden Teams vorne waren“, sagte Markus Kaufmann, der – sollten keine Defekte oder Stürze dazwischen funken – mit seinem Partner Jochan eKäß morgen den ersten Transalp-Titel-Hattrick der Geschichte eintüten könnte.

8.37 Minuten Vorsprung auf das zweitplatzierte Team Bulls 1 bieten ein komfortables Polster für den letzten Abschnitt an den Gardasee.

Zumal in Anbetracht der heutigen Leistung eher die Konkurrenz eine Aufholjagd und einen Angriff auf die Top-3 fürchten muss. Pernsteiner und Geismayr sind als derzeitige Vierte nur 2.32 Minuten hinter den Bulls-Profis platziert; gar nur 17 Sekunden fehlen auf Rang drei, den derzeit noch Topeak Ergon hält.

Das Rennen ums Podium ist eröffnet. Wir haben heute wieder gezeigt, dass uns eigentlich nur unser Plattfuß vor ein paar Tagen zurückgeworfen hat. Wir sind stark unterwegs und werden alles geben, um es noch aufs Podest zu schaffen“, so die Kampfansage von Geismayr.

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Drei Teams vor perfektem Rennen

Während es bei den Männern vor allem im Kampf um die Platzierungen hinter Centurion-Vaude 1 spannend bleibt, liegt der Fokus in drei weiteren Wertungskategorien rein auf den Führenden.

Massimo de Bertolis (ITA) und Andreas Laner (ITA) von Wilier Force Squadra Corse 1 (3:46.3,6) bzw. Hansjürg Gerber (SUI) und Bärti Bucher (SUI) von Bikeholiday.ch/BiXS (4:02.32,8) sowie Sally Bigham (GBR) und Christina Kollmann (AUT) von Topeak Ergon Racing (4:11.10,0) blieben auch am sechsten Tag in der Masters-, Grand Masters- bzw. Damen-Klasse ungeschlagen.

In der Mixed-Wertung sicherten sich Silke Schmidt (GER) und Sascha Schwindling (GER) vom Team Herzlichst Zypern 1 nach 4:06.44.0 Stunden ihren sechsten Etappenerfolg und stehen ebenfalls vor einem ungefährdeten Transalp-Titel.

Die finale Etappe der Craft BIKE Transalp powered by Sigma 2015 führt morgen über 74,75 km und 2.555 Höhenmeter von Levico Terme über die Bocca Vaiona nach Riva del Garda. Der Start erfolgt um 9:00 Uhr.

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Bildnachweise: © Henning Angerer und Markus Gerber